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TEXT Redaktion | FOTO Thomas Bach
Zu Tisch mit …
Kurt Josef Zalto gilt als Schöpfer der besten Weingläser der Welt. Im Gespräch mit HENRIS spricht der „Godfather of Glass“ offen über seine bewegte Vergangenheit rund um Zalto Glas, die gestalterische Urheberschaft und wie er seine kreative Heimat bei der Josephinenhütte gefunden hat.
Die Zalto Denk’Art-Gläser gelten bis heute als eine der Wegbereiter der modernen, dünnwandigen Weinglaskultur. Im Gespräch blickt Glasdesigner Kurt Zalto auf die Entstehungsgeschichte zurück – und ordnet die Rolle des berühmten Weinpfarrers Hans Denk ein.
Denk sei ein außergewöhnlicher Verkoster und wichtiger Botschafter der Marke gewesen, habe mit seinem sensorischen Feingefühl gute Impulse geliefert und bei der Feinjustierung unterstützt. Die gestalterische Entwicklung der Gläser – Proportionen, Kelchformen, Wandstärken und Balance – sind allein sein Werk, betont Zalto.
Auch über den schmerzhaften Verlust der Marken- und Designrechte spricht er offen. Aus wirtschaftlichem Druck habe er diese damals in ein gemeinsames Unternehmen eingebracht – eine Entscheidung, die er bis heute bereue. Wehmut verspüre er dennoch keine: „Ich bin ein Mensch, der nach vorne blickt.“
Mit der Josephinenhütte habe er schließlich eine neue kreative Heimat gefunden. Seit 2018 entwickelt er dort Gläser mit maximaler sensorischer Entfaltung. Seine Philosophie nennt er „The Shape of Taste“ – Gläser, die dem Wein möglichst unverfälscht Raum geben sollen. Charakteristisch ist der subtile „Knick“ im Kelch: nicht nur visuelles Design, sondern das Ergebnis jahrelanger Beobachtungen und Tests. Diese einzigartige Form definiert Kurt Josef Zaltos Meisterstück.
Gleichzeitig erzählt Zalto von seiner Vision bei der Josephinenhütte, wo er mit seiner einzigartigen Gabe und viel Leidenschaft die Gegenwart und Zukunft der sensorischen Glaskultur prägt. Bei ihm geht immer wieder um jenen magischen Augenblick zwischen Glas und Lippen, in dem Genuss zur Erfahrung wird. Ein aufschlussreiches Gespräch über Wein, Handwerk, Sensorik – und darüber, warum echte Genussobjekte in einer Welt voller Reizüberflutung wichtiger denn je sind.





