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TEXT Nick Pulina I FOTOS Zorzettig / Cantina Viva
Mit der Cantina Viva hat das traditionsreiche Friaul-Weingut Zorzettig in den malerischen Hügeln der Colli Orientali del Friuli einen Ort geschaffen, der zeitgemäßes Weinmachen mit lokaler Gastfreundschaft verbinden will. Und auch önologisch richtet sich der Traditionsbetrieb gen Zukunft aus.
Seit 1874 ist die Familie Zorzettig im Weinbau verwurzelt. Nun schlägt das traditionsreiche Weingut aus dem Friaul ein neues Kapitel seiner Geschichte auf. Am 12. Oktober wurde in Spessa di Cividale die neue Kellerei Cantina Viva feierlich eröffnet. Das von Annalisa Zorzettig initiierte Projekt soll nicht nur die Produktionsabläufe des rund 120 Hektar bewirtschaftenden Betriebs optimieren, sondern zugleich einen Ort der Begegnung schaffen, an dem Besucher die Weine und ihre Herkunft näher kennenlernen können.



Dafür wurde die bestehende Bausubstanz – unter anderem ein historischer Gewölbekeller aus dem 18. Jahrhundert – um einen modernen Neubau ergänzt, der sich auf bestmögliche Weise unaufgeregt in die Hügellandschaft der Colli Orientali einfügt. Neben modernen Produktions- und Reiferäumen beherbergt die Cantina Viva verschiedene Verkostungs- und Veranstaltungsbereiche sowie die sogenannte ‚Library‘, in der historische Flaschen und gereifte Jahrgänge aufbewahrt werden. Herzstück der Anlage ist der Focolare, eine Neuinterpretation der traditionellen friulanischen Feuerstelle, die seit jeher als Ort des geselligen Beisammenseins gilt und auch nun das gastfreundliche Zentrum des Hauses bilden soll. Nicht zuletzt wurden bei der Konzeption des Baus auch Nachhaltigkeitsaspekte wie energieeffiziente Gebäudetechnik, Wasserrückgewinnung und die Förderung regionaler Biodiversität berücksichtigt.
Mit der Eröffnung der Cantina Viva soll zugleich die önologische Weiterentwicklung unterstrichen werden, die zuletzt auf vielerlei Weise angestoßen wurde. So arbeitet man beispielsweise seit diesem Jahr mit dem renommierten Önologen Luca D’Attoma zusammen, mit dem die Eigenheiten der einzelnen Weinberge in Zukunft noch präziser herausgearbeitet und der Herkunftscharakter der Weine weiter geschärft werden soll. Ein radikaler Stilwechsel ist dabei nicht vorgesehen, vielmehr soll die Zusammenarbeit den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.









