Jetzt teilen
Die umfangreichste Verkostung alkoholfreier Wein- und Schaumwein-Alternativen zeigt die besten Erzeugnisse – und dabei komplexe, präzise und eigenständige Produkte.
Der Januar steht für Neuanfang. Dabei werden Vorsätze gefasst, und Gesundheit steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Der vorübergehende Verzicht auf Alkohol gehört für viele dazu: Fast jede und jeder Fünfte fasst einen solchen Entschluss für den ersten Monat des Jahres. Der sogenannte Dry January bedeutet dabei längst nicht mehr Verzicht im klassischen Sinn, sondern eine Einladung, Genuss neu zu denken. Weniger Alkohol – mehr Aufmerksamkeit für Geschmack, Textur und Qualität.
Genau hier setzt HENRIS an. In einer groß angelegten Blindverkostung haben wir über 120 alkoholfreie Wein- und Schaumwein-Alternativen verkostet, verglichen und bewertet.
Das Ergebnis ist ebenso überraschend wie ermutigend: Die Welt der alkoholfreien Alternativen hat sich rasant entwickelt. Statt süßer Kompromisse finden sich heute komplexe, präzise und eigenständige Produkte, die nicht imitieren wollen, sondern überzeugen – mit Frische, Struktur und Charakter.
Die TOP 10 alkoholfreien Entdeckungen von HENRIS:
Drei Kategorien, drei völlig unterschiedliche Ansätze
Bei der Verkostung zeigte sich schnell: Alkoholfrei ist nicht gleich alkoholfrei. Redaktionell lassen sich die Produkte in drei klare Kategorien einteilen.
1. Entalkoholisierter Wein
Entalkoholisierter Wein basiert auf klassisch vinifiziertem Wein, dem der Alkohol im Nachgang wieder entzogen wird. Dies geschieht meist durch Vakuumdestillation oder Umkehrosmose, Verfahren, bei denen der Alkohol bei niedrigen Temperaturen entfernt wird, um möglichst viele Aromen zu erhalten.
Das Ergebnis sind Weine, die sich sensorisch klar am Original orientieren – mit Säure, Struktur und Rebsortencharakter. Ideal für alle, die bewusst auf Alkohol verzichten möchten, aber nicht auf das Weingefühl im Glas.
2. Innovative Mischgetränke auf Weinbasis
Die zweite Kategorie geht einen Schritt weiter: Hier dient entalkoholisierter Wein als Grundlage, wird jedoch mit Tee, Kräuteressenzen, Gewürzen oder floralen Komponenten kombiniert. Diese Produkte sind oft komplexer gedacht, weniger vergleichbar mit klassischem Wein und eher als eigenständige Getränke konzipiert.
Sie funktionieren hervorragend als Aperitif oder Essensbegleiter und sprechen besonders Menschen an, die Lust auf Neues haben – jenseits klassischer Weinlogik.
3. Alkoholfrei von Grund auf: Säfte, Tees & Essenzen
Die dritte Kategorie verzichtet vollständig auf Wein als Basis. Stattdessen stehen Säfte, fermentierte Tees, Kräuteraufgüsse, Blüten- und Gewürzextrakte im Mittelpunkt. Diese Getränke erinnern teilweise an raffinierte Saftschorlen, Naturweine oder Pet-Nats, sind aber komplett neu gedacht.
Was bedeutet eigentlich „alkoholfrei“?
In Deutschland und vielen anderen Ländern darf ein Getränk als alkoholfrei bezeichnet werden, wenn es maximal 0,5 % Alkohol enthält. Dieser geringe Restalkohol ist gesundheitlich unbedenklich und oft technisch kaum vollständig vermeidbar.
Wichtig zu wissen: Alkohol entsteht ganz natürlich. Auch alltägliche Lebensmittel wie reife Bananen, Fruchtsäfte oder Brot können geringe Mengen Alkohol enthalten – bei sehr reifen Bananen sind Werte von bis zu ca. 0,2–0,4 % Vol. möglich. Das zeigt: Alkoholfrei bedeutet nicht zwingend „0,0 %“, sondern einen bewussten, sicheren Umgang mit minimalen Mengen.
Fazit
Der Dry January muss kein Verzicht sein – sondern kann eine echte Entdeckungsreise werden. Die Blindverkostung von HENRIS zeigt, wie groß die Bandbreite alkoholfreier Getränke inzwischen ist: von klassisch-weinig über kreativ interpretiert bis völlig eigenständig.
Der Artikel wurde erstmals im Handelsblatt am 3. Januar 2026 veröffentlicht. >>











