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Profitipp der Woche

Heute: Eva Klink, Restaurantchefin der berühmten Stuttgarter Wielandshöhe (drei Diamonds), plädiert für das Brotbrechen am Tisch und gibt einen spannenden Einblick in die Kulturgeschichte dieser Konvention.

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„Mein Tipp, wenn Sie Brot serviert bekommen: Schmieren Sie sich nicht mit dem Buttermesser eine Stulle aus der ganzen Scheibe, sondern brechen Sie das Brot von Hand und bestreichen Sie erst dann das Stück mit Butter.

Diese Tradition ist kulturgeschichtlich interessant und geht auf das letzte Abendmahl zurück. Brot mit einem scharfen Messer zu traktieren gilt seit jeher als ein Zeichen für Unfrieden. Schaut man sich da Vincis Gemälde ‚Das letzte Abendmahl‘ an, sieht man, dass nur Petrus ein Messer in der Hand hält. Damit wollte da Vinci auf Petrus’ impulsive Natur hinweisen. Stunden später säbelte der Gute tatsächlich jemandem ein Ohr ab. All dies ist mit ein Grund, warum Buttermesser keine geschärfte Klinge haben und sich diese Tradition bis heute bewahrt hat.“